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Wahrheiten über die Gigantomanie am Bahnhof

 

Die Plakate gaukeln eine Märchenlandschaft vor, voller Cafétische mit Sonnen­schirmen, Flanierpublikum, einer Wiese mit Liege­stühlen und putzigen Yoga­übungen – ohne jegliches Auto. Dabei steht die Dame unter dem linken Sonnenschirm mitten auf der Straßenkreuzung (Kreis oben, weißer Kreis unten).

Laut amtlichem Plan wird unsere verwinkelte Fußgängerzone zwischen Bahnhof und Lindenring einer schnurgeraden Autoschneise mit dem Namen „Eschenstraße“ (schwarzes Rechteck) weichen. Entstehen wird eine Fassadenschlucht – zwei- bis dreimal so hoch wie heute.

Direkt vor dem Turm durchschneidet eine neue Verkehrsachse (grün umrahmt) die nur vorgetäuschte Märchenwelt.

Die Bäume werden die in der Simulation gezeigte Höhe vielleicht in 30 Jahren, wahrscheinlich aber nie erreichen. Die darunterliegende Tiefgarage wird das notwendige Wurzelwachstum kaum zulassen.

Spätestens hier endet das, was noch als Schönfärberei gelten könnte. Eine klare Grenze wird bei den Gebäudehöhen überschritten – besonders beim Turm:

  1. Die Simulation zeigt ein Laden-EG und 13 Stockwerke, ähnlich den bestehenden Hochhäusern am Lindenring. In den amtlichen Plänen sind jedoch 18 Stockwerke vorgesehen: ein 53 Meter hoher Turm, der das gesamte Hachinger Tal überragt. Er erreicht ein Drittel der Höhe des Restaurants im Olympiaturm.

  2. Auch bei den anderen Gebäuden wird betrogen. Das rechte Gebäude zeigt 6 Geschosse über dem EG und wirkt damit rund 20,5 m hoch (4 m + 6 × 2,75 m). Tatsächlich sind im amtlichen Plan 26,5 m vorgesehen – also 6 m mehr und fast ein Drittel höher.

  3. Das linke Gebäude zeigt 5 Stockwerke über dem EG und wirkt etwa 18 m hoch (4 m + 5 × 2,75 m). Im Plan stehen jedoch 24 m – rund 6 m mehr und ein Drittel höher.

  4. Beim Gebäude dahinter zeigt die Simulation 6 Stockwerke über dem EG, also etwa 20,5 m Höhe (4 m + 6 × 2,75 m). Tatsächlich geplant sind 25,5 m – also 5 m mehr und ein Viertel höher.

Warum überschreiten die Investoren die Grenze vom Beschönigen zum bewussten Täuschen? Offenbar, weil die Marketing-Profis wissen, dass ehrliche Zahlen unverkäuflich wären.

Die vorgetäuschte Welt ist arg listig.

 
 
 

Lügt der Gemeinderat auch? JA – in voller Absicht!

Die vereidigten Bürgervertreter von Grünen, UWT, SPD, CSU zinken diese Karten. Gibt es auch hier persönliche Profite, wie bei der enttarnten Privatschule? Naiv können sie sich nicht geben, was auch unverzeihlich wäre. Denn die ILT gab ihnen mehrfach Gelegenheit, sich vom falschen Spiel zu distanzieren. Sie lehnten jedoch alle ILT-Anträge auf korrektes Handeln ab. Nicht einmal auffordern wollten sie die Investoren, ihre Plakate mit den Lügengebäuden aus dem öffentlichen Raum zu entfernen.


Der Bürgermeister setzt den Täuschungen die Krone auf. Er stellt die Trugbilder – ohne Widerspruch aus den Fraktionen – sogar auf die Gemeinde-Homepage. Damit erhalten die Betrügereien ein hoheitliches Siegel.

Unter welcher Decke stecken alle miteinander?

Agieren die Investoren heimtückisch? Genau hinschauen!

Die Investoren preisen ihre Absicht, im Quartier ein neues Geschäftsleben erblühen zu lassen. Dabei halten sie sich eine Hintertür offen. Sie erkannten, gegen das fußläufig erreichbare Einkaufsparadies Unterhaching eher chancenlos zu sein. Daher haben sie die Ladenzeilen auf der gesamten Straßenlänge beidseitig (aber kaum sichtbar) mit roter Schrägschraffur auf rotem Grund markiert (s. Bebauungsplan oben). Mit dieser Doppelstrategie können sie das Erdgeschoss für Wohnungen nutzen und gleichzeitig als florierende Ladenmeile verkaufen. Ob der Gemeinderat alle Tücken begreift oder durchschauen will, muss bezweifelt werden.


Das Rathaus ist den Strategen der Kapitalgesellschaft nicht gewachsen.

Der Zug für Taufkirchen ist längst abgefahren! Wieso?

Das Einkaufsparadies hätte in Taufkirchen entstehen können. Die damalige Anfrage von OBI lag zuerst auf dem Tisch unseres Rathauses. Nur die ILT erkannte die Chance einer logischen Weiterentwicklung zum Gewerbepark – attraktiv für unsere Bürger und die Finanzen unserer Gemeinde. Das haben CSU, SPD, UWT, FDP und Grüne mit ihrem geschlossenen Nein versemmelt. Sodann griff Unterhaching zu und unsere Läden machten dicht. Wer meint, das Rad spürbar zurückdrehen zu können, ist naiv. Clever sind hingegen die Investoren. Jeder, der genau hinschaut, erkennt, dass sie mit ihren gigantischen Plänen andere Ziele verfolgen als die einer Märchenwelt. Sonst hätten sie in der Lindenpassage längst angefangen, ihr jahrzehntelanges Baurecht wahrzunehmen. Baurecht erwirken, aber nicht bauen, scheint ein Markenzeichen von Rock Capital zu sein (SZ 30.12.22, 27.12.25).


Schöne Bilder und Worte – aber ganz andere Ziele.

Lässt sich der Gemeinderat erpressen? JA – sieht so aus!

Unverhohlen drohen die Investoren. Im Faltblatt, das man auch Kriegserklärung nennen könnte an eine Gemeinde, deren Bürger stadtnah, aber nicht in der Stadt wohnen wollen, kündigen sie für ihr Eigentum an: „Städtebaulicher Verfall und wachsende Brachflächen“, „Wenn die Neuordnung nicht erfolgt, verfallen diese weiter“. Das sind nur einige der Kampfansagen.


So reden eiskalte Profis, die wissen, wie man entmietet und profitiert: Eigentum verwahrlosen lassen, Nutzer und Kunden hinausekeln, Gemeinden in Geiselhaft nehmen und Vervielfachung des Baurechts rauspressen zur Wertsteigerung von Grund und Boden oder für Luxusimmobilien. Wer dann auf einen gefügigen Gemeinderat trifft, der ergeben beschließt, was die Investoren diktieren, hat das große Renditelos gezogen.


Dasselbe Drama spielt sich im Altenheim am Bach ab. Derselbe Investor hat das Gebäude ebenfalls herunterkommen lassen und behauptet, ohne es zu belegen, es sei nicht mehr sanierungsfähig. Er ruft das Rathaus zur Hilfe und der Gemeinderat eilt zu Diensten. Allerdings zu Ungunsten unserer Älteren. Sie sollen vom ruhigen Idealstandort direkt am Rathausplatz an unsere verkehrsreichste Straße vertrieben werden, wo wegen des Lärms weder Balkone noch Terrassen zulässig sind. Man darf raten, wie sich die Kapitalgesellschaft das Senioren-Paradies am Bach vergolden wird. Zum Glück hat das Gericht das letzte Wort noch nicht gesprochen.


Um die Ungeheuerlichkeit zu verdeutlichen, eine Preisfrage: Wie würden CSU, Grüne, UWT, SPD reagieren, wenn „Otto Normalverbraucher“ dieselbe Masche probiert? Wenn er seine vier Wände verrotten lässt und im Rathaus anruft? Rennen dann Bürgermeister und Fraktionen ebenso los, suchen und offerieren einen neuen Standort nebst üppigem Baurecht? Oder zeigen sie ihm einen Vogel und raten, sich behandeln zu lassen?


Warum werden die Investoren am Bahnhof und am Bach nicht auf ihre Pflicht hingewiesen, ihr Eigentum laufend betriebsfähig zu erhalten?

Können die Bürger mitentscheiden? NEIN – basta!

Der Gemeinderat kneift und weiß warum. Bei der Verlagerung der teuren Privatschule aus der Stadt hatte er sich verzockt. Die Bürger erkannten das falsche Spiel und haben die rote Karte gezeigt. Grüne, CSU, UWT, SPD erlitten eine Zwei-Drittel-Niederlage. Es wurde offenkundig, dass die Ansiedlung nicht den Bürgern gedient hätte, sondern jemandem aus ihren Reihen.


Beleidigt mauern sie jetzt bei ihrem „Jahrhundertprojekt“ am Bahnhof. Keinesfalls wollen sie den Bürgerwillen noch einmal riskieren. Allenfalls bunte Wunschkärtchen dürfen fruchtlos an Pinnwände geheftet werden. Dann beraten sie über keine einzige Anregung und verkaufen das als Bürgerbeteiligung.


Folglich verwarfen sie zwei Anträge auf Bürgerentscheide, den der ILT mit der Frage „Sind Sie dafür, dass die Entstehung eines Quartiers Am Wald mit dem Versiegelungsgrad einer Weltmetropole und mit Wohnungen für über 2.500 Neubürger wie geplant fortgesetzt wird?“ sowie das Bürgerbegehren von ILT und Bund Naturschutz mit der Frage „Sind Sie dafür, dass die beiden laufenden Bauleitplanverfahren zum ‚Quartier am Bahnhof‘ eingestellt werden?“


Die Blockade von Bürgerentscheiden entspringt der Furcht vor echter Demokratie.

Will die ILT eine Sanierung des Quartiers? JA – Natürlich!

Sind die Eigentümer des Quartiers insolvent? Anders ist schwer erklärbar, warum sie ihr üppiges Baurecht über der Lindenpassage mehr als ein Jahrzehnt haben verfallen und die Eschenpassage verwahrlosen lassen. Gerne wollen wir ihnen, den Geschäften und vor allem den Bürgern unserer Umlandgemeinde helfen: Ohne 53m-Turm, ohne 100 %ige Versiegelungen, ohne schnurgerade Hochhausschneisen, ohne Grünersatz auf Dächern, weniger Zuwanderung, weniger Verkehr und kein Parkdruck auf Lindenring, Wald- und Nebenstraßen. Stattdessen naturnahe Aufenthaltsräume.

Geht es eine Nummer kleiner? JA – aber sicher!

Es ist gut vorstellbar, dass eine Kapitalgesellschaft eine attraktive Rendite auch mit Bauvorhaben in einer Größenordnung erwirtschaftet, die einer Umlandgemeinde entspricht. In anderen Ortsteilen und Landkreis-Gemeinden gelingen jedenfalls Projekte mit weitaus weniger als 2.600 Zuzüglern. Zur Anzahl bezahlbarer Wohnungen fehlt ohnehin jede konkrete Aussage, ebenso zu barrierefreien.

Sieht die ILT einen Kompromiss? JA – allerdings!

Wenn die Investoren von ihren Erpressungsgebärden Abstand nehmen, eröffnet sich eine Gesprächsgrundlage. Deren Ankündigung, „keine neuen Planungen anzustoßen“, versteht die ILT nicht als eine ihrer Drohungen – im Gegenteil: Mit uns wird die Gemeinde ihre Hoheit über das Planungsrecht zurückgewinnen und somit klarstellen, wer das Heft in der Hand hält und behält.


Wir werden vertrauensbildende Maßnahmen anregen. Mit immensem Baurecht über der Lindenpassage erfüllte die Gemeinde vor über zehn Jahren mit erheblichem Aufwand ihre Aufgaben. Die Investoren rührten anschließend keinen Stein. Damit eröffnen sie die Schlussfolgerung, nur schöne Bilder malen zu wollen, aber an der Gestaltung unserer Ortsmitte nicht interessiert zu sein, sondern allein an der Wertsteigerung ihrer Liegenschaft.


Die Stillstands-Verwahrlosung eines ganzen Straßenzuges ist eine Lehre. Künftig gilt sicherzustellen, dass Baurecht nicht missbraucht, sondern verwirklicht wird. Damit könnten die Investoren in der Lindenpassage beginnen und nachweisen, dem von ihnen beklagten, aber selbst verursachten „Verfall“ wirklich entgegenwirken und Wohnraum schaffen zu wollen.


Die nächsten Schritte in der Eschenpassage werden sich als logische Konsequenz ergeben. Eine Zug-um-Zug-Sanierung ist für alle Seiten vertrauensbildend und praktikabel. Das gesamte Areal auf einen Schlag abzureißen, mit entsprechendem LKW-Verkehr, Lärm und Staub wäre ohnehin eine zumindest zweijährige Zumutung für halb Taufkirchen.


Ein vernunftorientierter Neustart bietet sich an.

Wurden die Pläne vor der letzten Wahl öffentlich? NEIN!

Ihr „Jahrhundertprojekt“ (Gemeinde Taufkirchen) hatten Grüne, SPD, UWT und CSU in ihren Wahlprogrammen 2020 mit keiner Silbe offenbart. Somit handelt der Gemeinderat in Sachen „Gigantomanie“ (Gemeinde Unterhaching) ohne Mandat. Nicht nur daraus resultiert das Recht aller Bürger, über die epochale Verstädterung ihres Wohnortes abstimmen zu können. Zusätzlich erwirkt haben sie es mit ihren Unterschriften beim Bürgerbegehren. Dennoch boykottiert der Gemeinderat den Bürgerentscheid substanzlos. Klage wurde eingereicht. Das Urteil ist erst weit nach der Kommunalwahl zu erwarten. Diesen 8. März ohne vorherigen Bürgerentscheid zu überstehen, war der Blockade-Beweggrund der Parteien. Boykott aus Demokratie-Angst.


Somit ist der 8. März auch ein Entscheid über das Großstadtrevier.

Wäre ein Verkehrs- und Parkchaos zu erwarten? JA – und ob!

Amtlich prognostiziert sind täglich 7.500 mehr Autos in Lindenring, Eichen- und Waldstraße, was mit Kreuzungsumbauten und gar Ampelregelungen mit Rückstau bewältigt werden soll. Der alleinige Zugang zum Quartier für sämtlichen Liefer- und Privatverkehr läuft über den Lindenring. Als Folge von dortigen Staulagen wird auf Ahornring, Köglweg, Hohenbrunner Weg ausgewichen.


Ein weiteres Problem sind die Parkplätze. Vor einem halben Jahr bestätigte der Gemeinderat die Satzung, in der zwei Stellplätze pro Wohnung auf Privatgrund festgesetzt sind, um unsere Straßen nicht noch weiter mit parkenden Autos zu überfüllen.


Speziell für das Quartier wurde jedoch satzungswidrig eine Reduzierung auf 1,3 beschlossen, mit der Option auf 1,1 - also auf die Hälfte. Hier sind Ideologen und Realitätsverweigerer am Werk. Die einen wollen unsere individuelle Mobilität durch Mangelbewirtschaftung aberziehen und die anderen Träumer meinen, auf ein weiteres Familienauto würde verzichtet, nur weil ein Bahnhof in der Nähe ist.


Beide wollen aus den erwartbar gescheiterten Visionen von Carsharing und Leihrädern nicht lernen. Waren sie morgens vor acht nie an irgendeiner Schule beim Kinder-Bringdienst trotz Bushaltestellen? Wann kommen sie in der realen Welt an? Sogar den selbst erzeugten Widerspruch ignorieren sie: Ausdrücklich wollen sie überaus solvente Zuzügler ins Quartier locken, aber gleichzeitig hoffen sie, diese wären derart knapp bei Kasse, sich kein zweites Auto leisten zu können.


Aufgrund der amtlichen Geschoss- und Nutzflächen ist mit einer Gesamtwohnfläche von über 77.000 qm zu rechnen. Die Investoren verlautbaren eine durchschnittliche Wohnungsgröße von 90 qm. Demnach werden es insgesamt 860 Wohnungen, die beim satzungsgemäßen Schlüssel (2,0) 1.720 Parkplätze erfordern. Die beschlossene Reduzierung auf 1,3 bedeutet 602 Stellplätze weniger und bei 1,1 fehlen 774.


Es werden somit mindestens 500 Fahrzeuge täglich Parkmöglichkeiten außerhalb des Quartiers suchen. Was der Gemeinderat dem Investor erspart, müssen die Anlieger der Nachbarstraßen büßen. Sie verfügen in Wildapfel-, Eichen-, Eschenstraße und Lindenring über ca. 250 sehr gut belegte Parkplätze. Die Parkmöglichkeiten auf der Bahnhof-Ostseite sind noch geringer. Eine Notlage ist absehbar, wenn 500 Anwärter hinzukommen.


Dieser Gemeinderat begünstigt die Investoren zu Lasten aller Anwohner.

Müssen wir beim Zuwachs nachholen? NEIN – im Gegenteil!

Die absurde Debatte, Taufkirchen würde bei der Einwohnerentwicklung hinterherhinken und müsse daher zulegen, kann mit Fakten beendet werden: Niemand bestreitet, dass unsere Gemeinde Anfang der 70er Jahre eine bundesweit einmalige Zuwachsrate erlebte und dem Landkreis, der Stadt München und Bayern prozentual eine Armlänge voraus preschte. Die anderen haben in den letzten Jahren zwar einen Fingerbreit aufgeholt. Es fehlen jedoch noch sehr viele Handbreiten, um unserem Vorsprung zu erreichen.

Reichen die Kitas bei 2.500 Zuzüglern? JA und NEIN!

Bis 2012 baute die ILT-Rathausführung 19 Gruppen zur Kinderbetreuung, die bis heute ausreichend sind. Was aktuell jedoch fehlt, ist das Personal. Allein deshalb sind vier Gruppen geschlossen und bis zu 90 Eltern können ihre Kinder nicht unterbringen.


Für den zusätzlichen Bedarf im Quartier kalkulieren und bauen die Investoren Räume für 100 Krippen- und 250 Kita-Kinder, also für insgesamt 350. Aber wer sorgt dauerhaft für das notwendige 50-köpfige Personal? Hinzukommen weitere Angestellte. Denn die geplanten Großstadt-Versiegelungen lassen keine ausreichende Grünfläche für ein Kinderhaus frei, weshalb die Kitas verstreut werden müssen und keine Synergieeffekte genutzt werden können.


Vor Zuzügen muss erst die heutige Kita-Betreuung zuverlässig werden.

Ersatzlose Rodungen? Grün auf Dächer? NICHT mit uns!

408 Bäume sollen gerodet werden und wegen der enormen Baudichte ist lediglich Platz für 209 Ersatzpflanzungen. Sie benötigen Jahrzehnte, um den Verlust von Ökologie und Schatten auszugleichen. Wegen der fast völligen Versiegelungen bleibt kein Raum für die vorgeschriebenen Freiflächen. Aus Not werden sie auf ausschließlich privat zugängliche Dächer verlagert.


Die enorme Verpflasterung wäre das Ende unserer Umland-Gemeinde.

Barrierefreie S-Bahnunterführung? JA – es wird Zeit!

Drei Jahre Planung des Großstadt-Reviers, aber kein Federstrich, geschweige denn ein Finanzplan zur zivilisierten Verbindung der beiden Gemeindehälften liegt vor. Die Pläne naher Hochhäuser im Westen und der neuen Durchgangsstraße im Osten (von den Kegelfeldern zur Waldstraße) verhindern flachere und breitere Zugänge. Nur großzügig geschwungene Wege in einer auch für Radfahrer geeigneten Breite von mindestens 5 m, eine breitere und höhere Unterführung statt des Schmuddellochs und eine Rolltreppe sind überfällig. Die Bahnhöfe von Ober- und Unterhaching sind beispielhaft.


Taufkirchen verdient eine Visitenkarte, die sich sehen lassen kann.

Erstes Einvernehmen mit den Investoren? JA – erstaunlich!

Den Veröffentlichungen eines Investors ist zu entnehmen, die Seniorenanlage vorrangig zu bauen. Das ist wunderbar! Für dreigeschossige Gebäude mit Pflegeheim, Tagespflege, Betreutes Wohnen, Unterkünfte für Pflegekräfte und Freiflächen von üblichen 25qm für jeden der angedachten 210 Plätze ist auf den 126.000 qm Platz genug. Die Anlage könnte die Bewohner des Altenheims am Rathausplatz so lange aufnehmen, bis die dortige Anlage generalsaniert ist.


Ebenso zu begrüßen ist die Idee des Planers, mit dem Bau von Ärztehaus und Apotheke zu beginnen.


Schade, dass ausgerechnet hierbei der Gemeinderat blockiert. Die Fraktionen von SPD, UWT, Grünen und CSU lehnten den ILT-Antrag geschlossen ab, das hierfür notwendige gesonderte Planverfahren einzuleiten.


Wenn die Investoren mal mitspielen, mauert der Gemeinderat.

Beherzigt der Gemeinderat seine prekäre Finanzlage? NEIN!

Zwei ILT-Anträge mit konkreten Vorschlägen zur Konsolidierung der katastrophalen Finanzlage ignorierte der Gemeinderat. Ohne Vermögen und hoch überschuldet – also total pleite – plant er das Quartier weiter ins Blaue. Wohl wissend, dass hohe Erschließungs- und Folgekosten fällig werden, die er nicht bezahlen kann. Vernünftige Gemeinden in dieser Notlage weisen kein Baurecht aus. Taufkirchen lässt sich von den Investoren jedoch in den Abgrund zerren. Zuschusskürzungen von Ehrenamtlichen und die Aufforderung an einen Verein, gemeindliche Pflichtaufgaben zu übernehmen, halten den Staatskommissar noch vor der Tür – aber wie lange?

Sind Bürgerbegehren Kostentreiber? NICHT im Geringsten!

Natürlich – Bürgerbegehren kosten Geld. Aber das tragen allein die Initiatoren. Die Gemeinde zahlt keinen Cent. Die Kostenfrage für die Kommune stellt sich erst beim Bürgerentscheid. Ob der stattfindet, beschließt der Gemeinderat und damit, ob Geld verbrannt wird. Er könnte näher am Bürger sein, dessen Willen erspüren und das Anliegen des Begehrens übernehmen. Dann erledigt sich ein Bürgerentscheid ohne jegliche Kosten.


Die angeblichen 100.000 Euro für den Privatschul-Entscheid der Gemeinde wären nicht entstanden, wenn die Ratsmitglieder nicht im eigenen Saft schwimmen, sondern ihre Antennen rechtzeitig Richtung Bürger ausrichten würden. So holten sich Grüne, UWT, CSU und SPD eine blutige Nase, die mit Bürgergeld teuer verbunden wurde.


Bei den Kosten Ursache und Wirkung nicht verwechseln!

Sind Unterschreibende Verhinderer? NEIN – Demokraten!

Die Unterschriftsleistenden als „kategorische Verhinderer“ zu diffamieren, ist eine Frechheit. Insbesondere von Seiten derer, die genau wissen, dass die Fragestellung im Bürgerbegehren mit einem gekoppelten Gegenvorschlag unzulässig wäre. Gegenvorschläge können erst im Vorfeld des Bürgerentscheids vorgetragen werden, womit wir beim Quartier am Bahnhof längst begonnen haben.


Wer diffamiert, dem sind die Sachargumente ausgegangen.

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1. Eklatante Abweichung von der ISEK-Studie

Die von der Gemeinde Taufkirchen in Auftrag gegebene                     , die eigentlich als Grundlage für eine nachhaltige und bedachte Entwicklung dienen sollte, wurde von der Gemeinde mit Füßen getreten. Statt die festgelegten Ziele und Empfehlungen ernst zu nehmen, wird hier eine Planung durchgedrückt, die weder den Interessen der Anwohner noch den Umweltaspekten gerecht wird. Wo bleibt die Verantwortung, die in der ISEK gefordert wird? Statt auf Nachhaltigkeit und Lebensqualität zu setzen, wird ein Plan präsentiert, der in keiner Weise mit den ursprünglichen Zielen übereinstimmt.

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Was als Hoffnung verkauft wurde, bleibt ein leeres Versprechen

​​Anstelle von echten sozialen Lösungen, grünen Oasen und Treffpunkten für alle, wird gebaut, was nur den Investoren und vermögenden Käufern und Mietern nutzt. Die Ideen für einen lebenswerten Wohnort bleiben unrealisiert – und was bleibt, ist ein Taufkirchen aus Beton und Abschottung.

Die Konsequenz?

Wegen ausbleibender Ernsthaftigkeit der gemeindlichen Entscheidungsträger, den sozialen Brennpunkt in ein intaktes Sozialgefüge zu wandeln,  wurden die Bundesmittel für die „Soziale Stadt“ gestrichen.
Durch den Missbrauch des notwendigen Projekts wurden nicht nur Millionen vergeudet – sondern auch die Zukunft von Taufkirchen aufs Spiel setzt.

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2. Überbordende Bebauungsdichte – Verlust von Lebensqualität

Alpenblick

Planlos verdichtet – auf Kosten von Lebensqualität und Zukunft

Die geplante Bebauung ist nichts anderes als eine überhastete Verdichtung, die keinerlei Rücksicht auf das bestehende Umfeld nimmt. Die extrem hohe Baudichte würde Taufkirchen massiv belasten und die Lebensqualität in diesem Gebiet dauerhaft verschlechtern – dichter wird selbst im Frankfurter Bankenviertel nicht gebaut.

Verkehrskollaps vorprogrammiert

Mehr Wohnungen und Gewerbeeinheiten bringen zwangsläufig mehr Verkehr. Doch die Straßen sind schon heute überlastet – und es gibt keinerlei überzeugendes Konzept, wie die Verkehrsflut künftig bewältigt werden soll. Das ist ein klares Planungsversagen.

Grünflächen verschwinden – Chance vertan

Statt versiegelte Flächen zu entsiegeln und die Natur zurückzuholen, verschwinden weitere Grünzonen endgültig unter Beton. Das Versteckspiel, die neue Verkehrsachse Eschenpassage den "erholungsrelevanten Freiflächen" zuzurechnen, ist durchsichtig und misslingt. Die geplante Umgestaltung missachtet die Bedeutung dieser Flächen als ökologische Lunge der Region – eine verpasste Chance mit langfristigen Folgen.

Versprochene Aufwertung bleibt aus

Bei den Gleisquerungen formuliert die Gemeinde den Anspruch, ein attraktives, identitätsstiftendes Bindeglied zwischen Ost- und West-Taufkirchen zu schaffen, hockt aber nach drei Jahren Vorbereitungen immer noch im Startloch, oder – noch schlimmer – versucht den dritten Schritt vor dem ersten.

Statt wie bei vernünftigen Planungen zuallererst die Infrastruktur festzulegen, wird alles mit Renditebauten zugepflastert und dann fehlt der Platz für beidseitig barrierefreie und fahrradtaugliche Rampen zur Unterführung. So bleibt es beim "Schmuddelbahnhof-Image“ (ISEK) mit steilen, engen Abstiegen zu einem maroden Loch.

Grimms Märchen einer Gleisbrücke wird seit Jahren vorgetragen. Aber es fehlen Fakten zur Zulässigkeit, Machbarkeit und Finanzierung, weshalb man zu der Geschichte "Gute Nacht" sagen darf.

Was stattdessen nötig wäre: Eine barrierefreie, fahrradtaugliche Unterführung mit großzügiger Höhe und integrierten Grünräumen – eine echte Visitenkarte für die Gemeinde.

Architektonischer Fehlgriff statt Aufenthaltsqualität

Geplant ist ein Vorplatz wie ein Käfig. Eingekesselt von einem 53 Meter hohen Wohnblock und seitlichen Steilwänden mit bis zu sieben Geschossen. Die verwinkelte Fußgängerzone weicht einer schnurgeraden Ladenschlucht mit 7-stöckigen Fassaden. Lieferverkehr, Kundenautos und womöglich sogar Busse werden zugelassen. Damit ist der Zug für eine Willkommens-Visitenkarte abgefahren.

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3. Soziale Infrastruktur bleibt auf der Strecke

In einem urbanen Quartier dürfen soziale Einrichtungen nicht fehlen – und hier wird wieder einmal das Wohl der Bürger geopfert. Die Planung berücksichtigt nicht einmal annähernd den Bedarf an öffentlichen Treffpunkten. Diejenigen, die sich die neuen Wohnungen leisten können, dürfen/müssen wegen ebenerdigen Platzmangels auf ihren privaten Dächern zusammenkommen. Wieso wird die Schaffung von dringend benötigten sozialen Infrastrukturen nicht ernst genommen, die für das Wohl aller Einwohner Taufkirchens und für deren soziale Durchmischung unabdingbar sind?

Warum kommt die neue Seniorenanlage nicht in den weitaus größten Ortsteil Am Wald als überfälligen Respekt vor dessen Gründungsgeneration? Stattdessen soll eine entfernte zweite Anlage entstehen und ins Grundwasser am Hachinger Bach versenkt werden. Warum wird kein Platz freigehalten für ein staatliches Gymnasium am Bahnhof? Stattdessen wird ein Renditebunker gebaut für eine Privatschule im entfernten Erdbeerfeld.

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Grün am Bahnhof Taufkirchen

4. Ökologische Nachhaltigkeit – Fehlanzeige!

Es ist kaum zu fassen, dass in einer Zeit, in der der Klimawandel allgegenwärtig ist, die Planer der Gemeinde keine ernsthaften Anstrengungen unternehmen, das Projekt ökologisch nachhaltig zu gestalten. Mit Versiegelung statt Entsiegelung wird schlichtweg auf die Zukunft der kommenden Generationen gepfiffen.

 

Die wenigen und winzigen Grünflächen sind ein schwerer Fehler, der nicht nur das Klima unserer Umlandgemeinde gefährdet, sondern auch die Lebensqualität aller Bewohner.

Wo bleiben nachhaltige Energiekonzepte und die Nutzung erneuerbarer Energiequellen? Will man sich etwa an die Fernwärme aus dem Holzbrennofen der Potshamer CO₂-Schleuder anschließen? Anscheinend will man den Klimawandel einfach ignorieren.

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5. Bürgerbeteiligung? Fehlanzeige!

Die Bürgerbeteiligung in diesem Projekt ist ein Witz! Trotz wiederholter Proteste und Forderungen aus der Bevölkerung wird die Planung rücksichtslos durchgezogen. Die Stimmen der Bürger werden einfach überhört. Sie durften Kärtchen an Pinnwände heften, aber kein einziger der 37 Wünsche wurde eingearbeitet.

Statt Diskussionen auf Augenhöhe und ergebnisoffen zu führen, wird von oben herab diktiert. So verspielt die Gemeinde das Vertrauen ihrer Bürger.

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6. Fehlende Langfristigkeit – Nur kurzfristige Gewinne im Fokus

Diese Planung ist ein Paradebeispiel für die Kurzsichtigkeit der Gemeinde. Statt einen zukunftsfähigen Plan zu entwickeln, der die Bedürfnisse der kommenden Generationen berücksichtigt, wird die gemeindliche Planungshoheit an private Investoren verschenkt ohne Bürgersinn, aber mit Renditestreben.

 

Fehlende Vision: Die langfristigen Auswirkungen dieser Entwicklung werden weder berücksichtigt noch diskutiert. Wo bleibt die Verantwortung für unseren Wohnort von morgen?

Bahnhöfe sind neben Kirchen Zellkerne von Ansiedlungen. Sie bestimmen die Frucht. Wenn eine Genmanipulation zur City stattfindet, ist die Mutation unserer strukturierten Umlandgemeinde zum gesichtslosen Siedlungsbrei kaum mehr aufzuhalten. In den Schubladen der Rathausführung wuchert sie längst.

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7. Unsere Forderungen – sofortiges Beenden der Planung, die alle Maßstäbe sprengt!

  • Völliger Neubeginn ohne Erhöhung von Baudichte und Geschossflächen.

  • Lebensraum mit mehr Grünflächen und ohne zusätzliche bauliche Verdichtung.

  • Konzentration bestehender Baurechte auf weniger Häuser, damit Flächen entsiegelt werden können für Grünanlagen, Spiel und Begegnung.

  • Beidseitig breite, barrierefrei abgeflachte, eingegrünte und farradtaugliche Zuwegungen zu einer aufgeweiteten angstfreien Unterführung.

  • Vollständige Rückholung der Planungshoheit in die Hände der gemeindlichen Entscheidungsgremien.

 

  • Bürgerbeteiligung, die aktiv gehört und umgesetzt wird.

  • Umfassende Bürgermitbestimmung bei derartigen "Jahrhundertprojekten" (Zitat Gemeindeblatt)

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Wir dürfen nicht schweigen!

 

  • Taufkirchen verdient mehr als dieses fehlerhafte Konzept!

  • Taufkirchen verdient eine Visitenkarte, auf die alle Einwohner stolz sein können, wenn sie in Bahn oder Bus steigen oder nach Hause kommen.

 

Flyer von ILT und Bund Naturschutz gegen das Quartier am Bahnhof

 

ISEK-Studie

Stellungnahme der Bürgerbewegung

Stellungnahme des Bund Naturschutz zum Flächennutzungsplan

Stellungnahme des Bund Naturschutz zum Bebauungsplan

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